Wocheninfo: Archiv

49. Woche 2020, 28.11. - 06.12.

an diesem Sonntag beginnt die Adventszeit. Eine Zeit die bei uns Christen, aber auch besonders bei den Menschen im Rheinland, emotional belegt ist. Das konnten wir unmittelbar an den Anmeldungen zu den Gottesdiensten im Advent ablesen. Auch Menschen, die im Verlaufe des Jahres vielleicht nicht so kirchlich gebunden sind, verspüren den Aufbruch im Advent. Warum ist das so und warum ist uns gerade diese Zeit so wichtig?

48. Woche 2020, 21.11. - 29.11.

Der Monat November macht es uns nicht gerade einfach. Denn nicht nur die Natur erinnert uns in diesen Tagen an unsere eigene Endlichkeit hier auf Erden, sondern auch die zahlreichen Totengedenktage. Doch an diesem Sonntag feiern wir ein hoffnungsvolles Fest, das Christkönigsfest. Immer wieder kommen wir zum Gottesdienst zusammen, um uns unter Christi Wort zu stellen. Das häufigste Wort von Jesus in der Heiligen Schrift lautet: „Fürchtet euch nicht!“

47. Woche 2020, 14.11. - 22.11.

vor ein paar Tagen teilte mir ein guter Freund enttäuscht mit, dass es zwar einen neuen Lockdown gebe, aber keinen Kneeldown. Vom Gebet hört man leider in der aktuellen Situation wenig. Zur Erinnerung: Beim ersten Lockdown im Frühjahr gab es das tägliche Coronaläuten um 19.30 Uhr, wodurch alle Gläubigen daran erinnert werden sollten, Gott die Not unserer Zeit im Gebet hinzuhalten.

46. Woche 2020, 08.11. - 15.11.

Im „Buch der Bücher“ nimmt ein Buch mit 150 Liedern, Gebeten und Gedichten eine zentrale Stelle ein. Es ist ein Gebets-, Lebens- und Lesebuch, ein Zeugnis einer langen Gebets- und Glaubensgeschichte: Der „Psalter“, das Buch der Psalmen. In vielfältigen Lebens- und Glaubenssituationen waren und sind diese Texte Halt, Orientierung, Inspiration, Glaubenszeugnis, ja Kraft-Quelle.

45. Woche 2020, 31.10. - 08.11.

Sowohl am keltischen Neujahrsfest, Halloween genannt, als auch am christlichen Allerheiligenfest gedenken wir unserer Verstorbenen. Die an Halloween mit Kerzen bestückten Rüben oder Kürbisse sollten die Kelten in ihren Häusern vor den bösen Geistern schützen, die in dieser Nacht angeblich ihr Unwesen trieben. Die Christen stellen bis heute wiederum Grabkerzen an die Gräber ihrer Verstorbenen, nicht aber um böse Geister zu vertreiben, sondern um damit zum Ausdruck zu bringen, dass ihre Verstorbenen nicht vergessen sind

44. Woche 2020, 24.10. - 01.11.

in allen mir bekannten Sprachen verhält es sich gleich: Wenn ein Verb konjugiert wird, geschieht dies immer und unhinterfragt in der Reihenfolge: ich, du, er/sie/es. Alles beginnt stets mit dem „lieben ICH“, dann folgt das DU, also der Mitmensch, und erst an dritter Stelle kommt - im religiösen Sprachgebrauch - ER, der liebe Gott. Wobei Gott natürlich über jedem Geschlecht steht und durchaus auch als SIE begriffen werden kann. Aber hier geht es um die Reihenfolge, die auch eine eindeutige Rangfolge zum Ausdruck bringt: Erst das eigene EGO, dann kommt oft lange nichts, dann vielleicht das DU und erst danach GOTT.

43. Woche 2020, 17.10. - 25.10.

Mit dieser Aufforderung Jesu endet das aktuelle Sonntagsevangelium. Aber was gehört Gott? Oder was gehört ihm nicht? … Letztendlich gehört ihm mein ganzes Leben. Mit anderen Worten: Mein Leben sollte auf ihn ausgerichtet sein. Hier wird deutlich, was das eigentliche Problem der heutigen Zeit ist, nämlich die Gottvergessenheit.

42. Woche 2020, 10.10. - 18.10.

ein Hochzeitsfest ist doch ganz bestimmt eines DER Highlights im Leben! Es wird heute noch viel mehr als zu meiner Zeit lange, lange vorher geplant, organisiert, Kleid und Anzug werden ausgesucht, und ganz wichtig: die richtige Location, um richtig feiern zu können, es so richtig krachen zu lassen. Ganz unabhängig vom einzelnen Glauben, ob Christen, Juden oder Moslems, ob Hindu oder die Gottheit eines afrikanischen Stammes oder gar ohne Religion, das Fest muss groß sein, und man möchte sein Glück mit allen Gästen teilen!

41. Woche 2020, 03.10. - 11.10.

An diesem Sonntag feiern wir in der Kirche das Erntedankfest. Doch wer kann heute noch mit eigenen Händen im Garten oder auf dem Feld pflanzen, säen, pflegen und ernten? Nur wenige genießen dieses großartige Glück. Ein Glück, das verbunden ist mit Freude, Ehrfurcht, Dankbarkeit und auch mit Stolz, da durch eigene Mühen ein Lebensmittel reif geworden und genießbar ist. Und dennoch: Jeder Mensch ‚erntet‘. Jeder Mensch pflanzt und sät, obwohl er nicht Pflanzen pflegt und Tiere hegt. Aber was? Welches ‚Ernte‘-Glück hat er?

40. Woche 2020, 26.09. - 04.10.

Die Pfarrei St. Margareta ist eine Box. Hier drinnen kennen wir uns (aus), hier glauben, feiern, engagieren, streiten wir uns. Die Konventionen sind bekannt, Vieles ist seit langem geregelt. Es ist sicher und bequem. Für hier drinnen suchen wir neue Engagierte und Konsumenten. Hier haben wir unsere eigene Sprache, unsere eigene Ästhetik, unsere eigenen Lieder. Vom „inside“ entfalten wir unsere Wirkung auf das „outside“. Und die „Outsider“ meiden uns deswegen. Mittlerweile über 90%.