Wocheninfo: Archiv

46. + 47. KW 2026, Pfarrnachrichten

Zwei aktive Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Margareta und langjährige Mitglieder der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Hubbelrath 1635 e.V. wurden mit dem päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice“ geehrt. Im Anschluss an die Feldmesse zum Erntedankfest am 4. Oktober durfte ich die hohe kirchliche Auszeichnung „Für Kirche und Papst“ an Dietmar Adrian und Hans Momm verleihen. Die Initiative ging vom Vorstand der Bruderschaft aus.

Dietmar Adrian prägte die Bruderschaft durch seine 20-jährige Tätigkeit als Geschäftsführer von 1986 bis 2006. Darüber hinaus hat er in der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Cäcilia in Hubbelrath viele Ehrenämter innegehabt und ist dort bis heute als aktiver Lektor im Gottesdienst tätig.

Hans Momm lenkte als Mitglied im Kirchenvorstand der damaligen Pfarrei St. Cäcilia die finanziellen Geschicke der Gemeinde. Mit Hingabe begleitete er den Bau der Kirche St. Viktor in Knittkuhl. Seine besondere Verantwortung galt der Kindertagesstätte St. Cäcilia. Bis heute engagiert er sich mit Herzblut für die beiden Kirchorte. Zugleich gehört Hans Momm der Schützenbruderschaft seit mittlerweile 66 Jahren an und war fast fünf Jahrzehnte als Kassierer Mitglied des Vorstandes.

 

44. + 45. KW 2026, Pfarrnachrichten

Liebe Gemeindemitglieder,

seit genau 100 Jahren erinnert uns der Weltmissionssonntag daran, dass wir als Christen weltweit zusammengehören. Das Hilfswerk Missio weiß sich dieser globalen Solidarität verpflichtet und setzt sich dafür ein, dass Menschen in den ärmsten Regionen der Welt ihren Glauben leben, ihre Gemeinschaften stärken und ihre Zukunft selbst gestalten können. Und genau hierfür ist die Kollekte am Sonntag, dem 25.10.2026, bestimmt.

Dieser besondere Weltmissionssonntag, der 1926 von Papst Pius XI. eingeführt wurde, steht unter dem Motto: Eins in Christus, vereint in der Mission. Papst Leo schreibt hierzu: «Nach dem Heiligen Jahr möchte ich die ganze Kirche ermutigen, mit Freude und Eifer im Heiligen Geist den missionarischen Weg fortzusetzen. Dazu braucht es in Christus geeinte Herzen, versöhnte Gemeinschaften und von allen die Bereitschaft zur großherzigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Beim Nachdenken über unser Eins-Sein in Christus und unser Vereint-Sein-in-der-Mission wollen wir uns von der göttlichen Gnade leiten und inspirieren lassen, um „das Feuer der missionarischen Berufung in uns zu erneuern“ und gemeinsam im Engagement für die Evangelisierung voranzukommen, in „einem neuen missionarischen Zeitalter“ in der Geschichte der Kirche.
 

42. + 43. KW 2026, Pfarrnachrichten

Eingeladen – alle!

Liebe Schwestern und Brüder,

ein König lädt zur Hochzeit seines Sohnes ein, doch die Geladenen haben Besseres zu tun. So erzählt es das Evangelium (Mt 22,1–14). Der König lässt sich nicht beirren. Er schickt seine Diener an die Kreuzungen der Straßen: „Ladet alle ein, die ihr trefft!“ Und der Festsaal füllt sich mit Menschen, die auf keiner Gästeliste standen.

Genau hier beginnt Caritas.

 

40. + 41. KW 2026, Pfarrnachrichten

Liebe Schwestern und Brüder,

die Welt ist am Rande eine Katastrophe, Klimaerwärmung, Übersäuerung der Meere, Armut und Reichtum driften immer mehr auseinander, die Demokratie scheitn durch die Extremen von rechts und links in Gefahr.

Forscher warnen schon seit Jahrzehnten vor dem, was jetzt schon eingetreten ist und noch kommen wird, und - das ist der Optimismus, der uns tragen kann - schlagen Lösungen vor.

Also mehr Zeit für Optimismus oder ist der Pessimismus da, ist es Zeit, die Demokratie in Frage zu stellen und sich aus Frust den Radikalen zuzuwenden, oder weil ich als Einzelner nichts machen kann, weil andere ungeachtet aller Warnungen weiter Ressourcen verbrauchen, da kann ich auch weiter fossile Energien verbrennen, Billigfleisch kaufen usw., und das, obwohl wir wissen, wirklich wissen, dass das alles für unseren Planeten schädlich ist.

Optimismus ist, die Realität zu kennen und dann positiv in die Zukunft zu handeln.

38. + 39. KW 2026, Pfarrnachrichten

„Schöpfungszeit“ bezeichnet im Kirchenjahr die Zeit zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober. Die Kirchen sind dann dazu aufgerufen, für den Schutz der Schöpfung Gottes zu beten, sich auf ihre Verantwortung für sie zu besinnen und daraus praktische Taten folgen zu lassen. Im nächsten Monat begeht die Kirche auch den 800.Todestag des Heiligen Franziskus von Assisi. Sein unvergleichliches Lob auf den Schöpfergott sei uns Ansporn, die Schöpfung zu lieben und zu bewahren:

36. + 37. KW 2026, Pfarrnachrichten

Während meiner Zeit als Bischofssekretär habe ich es oft erlebt, dass Menschen nach einem Gottesdienst auf Kardinal Meisner zukamen und sagten: „Das war aber eine schöne Messe!“, worauf der Kardinal lakonisch konterte: „Messe ist immer schön!“. Ist das so? Gefällt Ihnen jede Sonntagsmesse? Oder wählen Sie den Kirchgang nach dem Zelebranten aus oder nach einem bestimmten Kirchengebäude? Legen Sie besonderen Wert auf eine kirchenmusikalische Gestaltung oder machen Sie die Wahl eher abhängig von den Gemeindemitgliedern, die Sie hinterher noch treffen wollen? Ist also Messe immer schön oder hängt das für Sie von ganz verschiedenen subjektiven Faktoren ab?

August 2026, Pfarrnachrichten

Urlaub, Ferien, entspannen – und dann?

Als ich noch ein Kind im Vorschulalter war, sind meine Eltern mit mir nach Mallorca ans Meer gefahren. Das Erste, was wir dort gemacht haben, war der Kauf eines kleinen Fischernetzes für Kinder. Mit diesem Netz habe ich dann stundenlang begeistert versucht, kleine Fische zu fangen. Gelungen ist mir das zunächst nicht. Trotzdem ließ ich mich von den vielen Misserfolgen nicht entmutigen und fischte immer weiter – bis ich schließlich tatsächlich einen kleinen Fisch erwischte.

Und was habe ich dann gemacht? Ich habe ihn wieder freigelassen. Ich habe ihn nicht in einen Eimer gesperrt, wo er mangels Sauerstoff und ohne seinen Schwarm eingegangen wäre. Stattdessen habe ich einfach weitergefischt – ganz ohne Leistungsdruck.

Ferien eben. Entspannt.

Wäre es nicht schön, wenn wir alle diese Gelassenheit aus den Ferien mit in unseren Alltag nehmen würden? Wenn wir den hohen Anspruch einfach am Urlaubsort zurückließen? Entspannt leben. Entspannt arbeiten. Ohne Druck in unseren Familien. Ohne Druck in unserer Freizeit. Und auch ohne den Druck, andere missionieren zu müssen oder Gottesdienstbesucherzahlen erreichen oder steigern zu wollen.

Ohne Druck heißt nicht ohne Ziel.

Juli 2026, Pfarrnachrichten

Es gibt eine geistliche Vision für die Zukunft unserer Kirche von Köln. Ihr Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, hat sie mit den Düsseldorfer Seelsorgenden Mitte Juni in einen geistlichen Dialog gebracht.

Leben teilen – Glauben bezeugen – Evangelium weitergeben
Die Kirche von Köln wächst durch Erfahrungsorte des Glaubens. Hier wird das Leben geteilt, der Glaube bezeugt und eine neue Generation für das Evangelium gewonnen.

Orte der Vertrautheit mit Gott – Orte der Freundschaft
Diese Orte sind geprägt von missionarischen Jüngerinnen und Jüngern Jesu Christi, einer diakonischen Haltung und einer Vertrautheit mit Gott, genährt aus der Heiligen Schrift und der Eucharistie.

Auf dem Weg zu einer Pastoral der missionarischen Entscheidung
Damit diese Vision kraftvoll gelebt werden und Frucht bringen kann, braucht es mutige Entscheidungen: Was brauchen wir heute und morgen wirklich, um als Kirche einladend, dienend und missionarisch zu sein – und was nicht (mehr)?

26. + 27. Woche 2026, Pfarrnachrichten

Liebe Schwestern und Brüder,

es vergeht kein Tag, an dem nicht der Begriff KI (künstliche Intelligenz) in den Nachrichten vorkommt. Jeder von uns spürt, dass hier etwas Gewaltiges im Gange ist, dass wir kaum erahnen können, vielleicht die größte technische Revolution der Menschheit. Gut das in dieser Situation mit Papst Leo XIV. eine weise und vom Glauben inspirierte Stimme zu hören ist. So greift er mit seiner Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ (Großartige Menschheit), vom 15. Mai 2026 die Herausforderungen mit der Künstlichen Intelligenz auf und betont die Notwendigkeit, KI zu entwaffnen und die Verantwortung für deren Nutzung klar zu definieren, um Ungerechtigkeiten und neue Abhängigkeiten zu vermeiden. Schon der erste Satz dieser Enzyklika fasst die tieferliegenden Gründe und die Absicht des Schreibens zusammen: „Die von Gott geschaffene großartige Menschheit steht heute vor einer entscheidenden Wahl: Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen.“

24. + 25. Woche 2026, Pfarrnachrichten

Liebe Schwestern und Brüder von St. Margareta und St. Franziskus Xaverius,

„Peter und Paul wird der Pfarrer faul“ – so sagte man früher im katholischen Milieu, als die Sommerferien noch zuverlässig Ende Juni begannen und ein Pastor die Geschicke einer einzigen überschaubaren Pfarrei leitete. In diesem Jahr müssen Schülerinnen und Schüler und damit auch viele Erwachsene noch knapp drei Wochen länger über den 29. Juni, das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, hinaus arbeiten, weil die Sommerferien erst am 18. Juli starten.