Kirchenführer St. Katharina

Der Ortsauschuss St. Katharina und die Kolpingsfamilie Düsseldorf-Vennhausen haben einen Kirchenführer mit vielen Informationen rund um die Kirche St. Katharina erstellt.

Von den Glocken und die Parabelform des Kirchenschiffes über das Evangeliar, Altar und Kreuz hin zu den Statuen, Mosaiken und einem kurzen Überblick über die Geschichte der Kirche.

Der Kirchenführer liegt in der Kirche aus, oder kann hier heruntergeladen werden.

Die Geschichte von St. Katharina

St. Katharina

Seit den zwanziger Jahren des 17. Jahrhunderts hielten die in Düsseldorf ansässigen Jesuiten auf dem ihnen gehörenden Höherhof im Gebiet der heutigen Kirchengemeinde St. Katharina einen sonntäglichen Gottesdienst für die Bewohner Vennhausens. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 wurde, wie auch zuvor, wieder die Gerresheimer Pfarrkirche besucht. Das wohl beschaulich zu nennende Leben in Vennhausen erfuhr eine jähe Wandlung, als im Jahre 1864 der Industrielle Ferdinand Heye dort eine Glashütte gründete. Schon weit vor der Jahrhundertwende arbeiteten fast 3000 Menschen in diesem Betrieb, der zu den größten Europas zählte. Mehr als 1000 Werkswohnungen hatten das Gepräge Vennhausens völlig verändert.

Neben anderen Einrichtungen wurde eine Kirche in dieser Ortschaft dringend benötigt. 1891 fand eine erste Versammlung statt, auf der ein Komitee gewählt wurde, das sich energisch für den Bau eines Gotteshauses in Vennhausen einsetzte. Trotz vieler Bemühungen gelang der Durchbruch erst anlässlich einer Visitation des Kölner Kardinal-Erzbischofs Fischer im Jahre 1903 in Gerresheim, der, auf die schwierige pastorale Situation hingewiesen, eine sofortige Behebung der Mißstände anordnete. Schon ein Jahr später fand nach mehr als einem Jahrhundert wieder ein Gottesdienst in Vennhausen statt. Zuvor war ein größerer Saal als Notkirche hergerichtet und benediziert worden. Seit 1907 besaß der Ort einen eigenen Seelsorger, und 1908 erfolgte die Gründung eines Pfarrektorats. Im nächsten Jahr konnte schließlich auch mit dem Bau eines Gotteshauses begonnen werden. Patronin der Kirche, in der am dritten AdventsSonntag des Jahres 1909 der erste Gottesdienst gefeiert wurde, sollte in Erinnerung an das der Säkularisation zum Opfer gefallene Franziskanerinnenkloster „Katharinenstift" in Gerresheim - die Gebäude wurden später als Rathaus und werden heute als Verwaltungsstelle genutzt - die hl. Katharina von Alexandrien werden.

Am 1. April 1914 wird das Rektorat St. Katharina zur kanonischen Pfarre erhoben. Pfarrhaus, Pfarrheim sowie der darin untergebrachte Kindergarten entstanden in der Mitte der zwanziger Jahre.
Anfang der fünfziger Jahre wurde eine Generalrenovierung der Kirche durchgeführt, die in der Konsekration des Gotteshauses durch Weihbischof Cleven im Jahre 1955 ihren Abschluß fand. 1956 konnte der neue Kindergarten bezogen werden.

Trotz der nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Abpfarrung der Gemeinde St. Reinold erwies sich die Katharinakirche in der Folgezeit als zu klein für die wachsende Zahl von Gemeindemitgliedern. Anfang November 1964 begann unter Leitung des Architekten Heinrich Böll der Bau einer neuen Kirche in Vennhausen, nachdem zuvor der Plan einer Erweiterung des alten Gotteshauses verworfen worden war. 1966 konsekrierte Weihbischof Frotz die zweite Katharinakirche, die nur wenige Jahre später erste Sanierungsarbeiten an den Außenwänden erlebte. Eine Erweiterung und Verschönerung des Pfarrheims sind ebenfalls in dieser Zeit entstanden. Die letzten baulichen Veränderungen fanden allerdings an der Kindertagesstätte statt. Diese war in den neunziger Jahren nicht mehr dem Ansturm gewachsen. Daher wurde am 10.12.92 der alte Kindergarten abgerissen. Der neue moderne Kindergarten wurde am 29.04.94 durch den Erzbischof Joachim Kardinal Meisner eingeweiht.