49. Woche 2016

getröstet sein ...

… tut mir wahnsinnig gut. Menschen können mich trösten, Berührungen, Worte, gemeinsam verbrachte Zeit. Und Musik vermag mich zu trösten – immer wieder habe ich mir im November Gabriel Faurés Requiem angehört. Trost brauche ich zum Glück nicht jeden Tag. Aber wenn ich ihn einmal brauche, möchte ich mich darauf verlassen können, dass dann die Menschen, die Berührungen, Worte, die Zeit und auch die Musik da sind.

Wie gelassen kann ich im Übrigen sein, auch den „Gott des Trostes“ an meiner Seite zu wissen - ein nicht sehr geläufiger Name Gottes. Paulus nennt ihn so in seinem Brief an die Gemeinde in Rom. Über diese Gemeinde hat er mit ziemlicher Sicherheit viel über Trost-lose Zustände in der Weltstadt erfahren. Die ersten Christen waren dort alles andere als willkommen, akzeptiert, integriert, „die Urkirche“ war kein Zustand, den man sich zurückwünschen sollte. In diesen Zustand hinein das Apostelwort „Und alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben“ zu lesen, muss für die römische Christengemeinde sehr Trost-reich gewesen sein. Und die Schrift (für die römische Gemeinde war dies ja noch die Schrift des ersten Bundes!) ist voll von Trost: „Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg“ – diese Botschaft aus der heutigen 1.Lesung ist nur ein Beispiel von vielen.

Meine Idee zum 2.Advent: Stöbern wir bis zur nächsten Woche einmal nur 30 Minuten in der Schrift nach Worten des Trostes, es wird nicht vergebens sein: Wir werden „durch Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung haben!“

Einen Trost-reichen 2.Advent wünscht Ihnen und euch 

Ihr Pastoralreferent

Unterschrift Herz
Markus Herz, Pastoralreferent

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