41. Woche 2018

"Seht was wir geerntet haben! Gott, wir danken dir dafür." Das beliebte Lied aus unseren Kinder- und Schulgottesdiensten zum Erntedankfest besingt eine ziemliche Schieflage, denn nur noch für ganz wenige Kinder und Erwachsene gehört das Pflanzen, Pflegen und Ernten von Früchten und Gemüse zum Alltag. Wir kaufen was wir brauchen. Und unseren „Dank“, unsere Gegenleistung zahlen wir an der Kasse. Das Erntedankfest hat bei uns keinen Sitz mehr im Leben.

Das Wunderbare an unserer großen Pfarrgemeinde ist die Vielfalt der Lebensräume. So findet sich hier nicht nur Stadt, sondern auch Dorf und Land. In Hubbelrath, Knittkuhl und Ludenberg können wir Menschen finden, für die das Pflanzen, Pflegen, Ernten zum Leben gehört – ja, für die das Leben sogar davon abhängt. Große Felder mit Zuckerrüben, Mais, Raps und Getreide prägen dort "oben" das Landschaftsbild und das Leben einiger Familien. Von ihren Sorgen, Mühen oder von ihren Existenzängsten bekommen viele nur wenig mit.

Zu diesem Erntedankfest bitte ich, alle diese Menschen auf unserem Pfarrgebiet einmal kräftig in unser Gebet mit einzuschließen. Danken wir ihnen für den Erhalt, die Pflege und die Bestellung der weiten und schönen Felder. Und danken wir Gott, von dem alles Leben überhaupt kommt.

Dies können wir im Übrigen jedes Jahr gemeinsam tun: Am Sonntag, 14.10. feiern wir um 11:15 Uhr auf dem Hof von Familie Hucklenbroich die traditionelle Feldmesse. Das Gut befindet sich Dorper Weg 22 und Sie erreichen dies über die B 7 Richtung Mettmann, hinter Schley dann rechts. Die Hl. Messe zelebriert Pfarrer Dr. Reuter. An dieser Stelle sei auch einmal ihm sowie den beiden Ruhestandspriestern Pfarrer Bone und Pfarrer Pintgen von ganzem Herzen „Dank“ gesagt für ihre viele, außerplanmäßige Arbeit im Weinberg des Herrn.

Ihr

Unterschrift Herz
Markus Herz, Pastoralreferent

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