38. Woche 2016

Liebe Brüder und Schwestern,

Herr Jesus Christus, du hast uns gelehrt, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater, und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn. Dein liebender Blick befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes, erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon, das Glück nur ein einem Geschöpf zu suchen; ließ den Petrus nach seinem Verrat weinen und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu. 

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters. Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz, dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

So lädt uns Papst Franziskus zum Beten im Jahr der Barmherzigkeit ein. Eine große Herausforderung steckt in diesem Gebet: wir als Kirche im Düsseldorfer Osten sollen das sichtbare Antlitz des unsichtbaren barmherzigen Gottes werden und sein. 

Bei unserer Wallfahrt werden wir diese Herausforderung bedenken und zugleich unsere Freude ausdrücken über die Barmherzigkeit, die Gott uns schenkt. 

Deutlich erfahren wir diese Barmherzigkeit in der Beichte. Trotz unserer kleinen und großen Sünden, von denen manche uns ein Leben lang hartnäckig begleiten, sagt uns Gott zu: Deine Sünden sind dir vergeben. Und wegen unserer Schwachheit immer wieder. Gottes Barmherzigkeit wird unserer nicht überdrüssig. 

In der Sorge um die alten Menschen, besonders der an Demenz erkrankten, haben wir durch den Kirchenvorstand viel im Altenheim Gerricus-Stift investiert. Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Gerricus, die für die Pfarrei um Spenden bittet, wird jetzt der Sinnesgarten rund um das Haus gepflanzt und eingerichtet.

Die Idee, betreutes Wohnen zu ermöglichen, wird von Pfarrei und Bürgerstiftung Gerricus vorangetrieben.

In die Caritas-Diakonie-Sprechstunde kommen nicht nur die Flüchtlinge, sondern auch Menschen mit sehr geringem Einkommen. Besonders ermutigen wir Rentner, die Grundsicherung bekommen, weil die Rente nicht reicht, uns dienstags morgens zu besuchen. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee können wir mit ehrenamtlicher und professioneller Hilfe mache Not lindern. Es ist ja nicht nur das Geld, das fehlt, sondern auch das zuhörende Ohr oder eine helfende Hand. So versuchen wir in kleinen Schritten, das barmherzige Antlitz Gottes im Düsseldorfer Osten sichtbar zu machen.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag!

Ihr

Unterschrift Sülzenfuss
Karl-Heinz Sülzenfuß, Pfarrer i. R.

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