22. Woche 2017

Gottes Herrlichkeit

wird sichtbar in der Schöpfung. Oder anders ausgedrückt: Sie offenbart seine Herrlichkeit. Und darin spielt der Mensch eine besondere Rolle, zu der er berufen ist. Papst Johannes Paul II schrieb in einem Brief an alle Gläubigen am 10.11.1994 mit Blick auf das nahende 3. Jahrtausend:  „Besonders der Mensch (vivens homo) ist das Sichtbarwerden der Herrlichkeit Gottes, berufen, aus der Fülle des Lebens in Gott zu leben.“ (Tertio Mellenio adveniente).

Dieser Gedanke kann uns helfen, einen Zugang zu dem schwierigen Sonntagsevangelium zu finden. Denn Johannes benutzt eine Sprache und Bilder, die nicht mehr unsere Bilder und Sprache sind.

Die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit Jesu, von der Johannes im heutigen Sonntagsevangelium spricht, meint nicht die Pracht, die Menschen staunen lässt wie bei Besuchen von Königsschlössern oder bei prunkvollen Hochzeiten königlicher oder sehr reicher Menschen.

Die Herrlichkeit Gottes wird definiert durch Jesus Christus. Der stellt uns einen Gott vor, der uns zugewandt ist, der versöhnt, der einen Neuanfang ermöglicht, der Umkehr nicht als Strafe, sondern als Beginn eines neuen Lebens verkündet. Der Glaube an diesen Gott ist kostbar, wertvoll, Leben rettend. Der Mensch, der aus diesem Glauben an Gott lebt, macht sichtbar, wie kostbar Gott für uns ist.

Dies ist meine letzte Betrachtung für das Wocheninfo. Am 31. Mai endet meine Zeit hier in St. Margareta mit allen 7 Gemeinden. Ich wünsche Ihnen, dass der Glaube Sie durch das Leben trägt und mit viel Freude erfüllt.

Ihr Pastor

Unterschrift Sülzenfuss
Karl-Heinz Sülzenfuss, Pfarrer und Leiter der Gemeinde

Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

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