21. Woche 2019

Liebe Schwestern und Brüder in unserer großen Kirchengemeinde St. Margareta,

SchornsteinfegerInnen: Erkennt man sofort. ÄrztInnen, BäckerInnen, SoldatInnen, JuristInnen im Dienst auch. Schwieriger wird’s schon bei LehrerInnen oder etwa GrafikdesignerInnen.

KontrolleurInnen tun sogar alles, damit man sie eben nicht erkennt. Woran erkennt man uns Christen?

Daran, dass wir sonntags in die Kirche gehen? – Nun, das tun wir ja bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die zu diesen Zeiten eher noch entspannt am Frühstückstisch sitzt als am Tisch des Herrn.

Daran, dass wir ein Kreuz tragen? – Nun, wenn das Schmuckstück einen Wert hat, tragen das ja heute sogar Atheisten.

Hören wir auf Christus: "Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt." (Joh 13,35)

In dem Raum, in den wir als Getaufte und Gefirmte gesendet sind (= unsere Pfarrgemeinde St. Margareta) leben mit uns etwa 50.000 BürgerInnen. Wir sind von Christus gesendet, in diesen Raum hinein Liebe zu bringen. Wie sollen wir das schaffen? Ganz einfach: JedeR kennt mindestens einen Menschen, der nicht viel Liebe erfährt: z.B. von seinem (ehemaligen) Arbeitgeber, von "den Deutschen", von seinem (ehemaligen) Ehepartnern, von Ämtern, von ChristInnen, von den eigenen Kindern … Hier müssen wir wirken. Hier müssen wir erkennbar sein. Hier müssen wir den Menschen gut tun. Hier müssen wir liebend Relevanz entwickeln. Hier müssen wir hin, und zwar heute, hier und jetzt, denn dafür sind wir da. Das Zeitfenster ist klein. Niemand und nichts hält mich davon ab, das zu tun. Gott sei Dank!

Ihr

Unterschrift Herz
Markus Herz, Pastoralreferent

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