11. Woche 2017

Liebe Schwestern und Brüder,

Ich liebe diese Jahreszeit. Über die Geräusche des Alltags hinweg hört man das Zwitschern der Vögel. Sie künden den Frühling an, die Natur erwacht zu neuem Leben. Da fängt der Tag gleich ganz anders an. Das Grün der Bäume und Wiesen hat eine frische Farbe, wie sie sie nur im Frühling haben; die Sonne taucht die Welt in ein besonderes Licht.

Dieses „Frühlingserwachen“ ist für mich auch ein schönes Sinnbild für die Fastenzeit – eine liebevolle Einladung zu Neuanfang, die Möglichkeit, neu Kraft zu tanken, aufzublühen. Zu diesen Gefühlen passen wunderbar die Texte des 2. Sonntags der Fastenzeit: Gottes Stimme ruft uns Menschen immer wieder, jeden auf unterschiedliche Weise, jeden so, wie er es verstehen kann. Die Frage, die sich mir stellt, ist nicht immer einfach: Will ich die Botschaft hören, kann ich den Auftrag erfüllen, der mit diesem Ruf verbunden ist? „Du sollst ein Segen sein!“, lautet der Auftrag an Abram, „durch dich sollen alle Segen erlangen“. Durch sein „Ja“ wird Abram zum Stammvater aller Glaubenden. Dass der Ruf auch anderen gilt, lesen wir bei Paulus: „Er (Gott) hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen.“

180 Kinder aus unserer Pfarrei haben sich Ende November auf den Weg gemacht, einem besonderen Ruf, der Einladung Gottes zum Mahl an seinem Tisch zu folgen. Sie bereiten sich auf die erste Heilige Kommunion vor, in der sie den Herrn in der Gestalt des Brotes zu sich nehmen und Ihm so auf besondere Weise ganz nahe kommen. Auch allen anderen ist die Nähe Gottes zugesichert: „Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren.“ (Ps 33) Alle diese Menschen sind Kinder Gottes und bilden die Gemeinschaft der Kirche. In diese Gemeinschaft werden am Sonntag in St. Ursula drei Kommunionkinder aufgenommen; sie empfangen das Sakrament der Taufe. Dazu wünsche ich ihnen, ihren Familien und allen Mitfeiernden von Herzen eine schöne Feier, die sie lange in Erinnerung behalten mögen.

Ihnen allen wünsche ich eine gesegnete, besinnliche Fastenzeit

Unterschrift Steffen
Caja Steffen, Gemeindeassistentin

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