49. Woche 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

an diesem Sonntag beginnt die Adventszeit. Eine Zeit die bei uns Christen, aber auch besonders bei den Menschen im Rheinland, emotional belegt ist. Das konnten wir unmittelbar an den Anmeldungen zu den Gottesdiensten im Advent ablesen. Auch Menschen, die im Verlaufe des Jahres vielleicht nicht so kirchlich gebunden sind, verspüren den Aufbruch im Advent. Warum ist das so und warum ist uns gerade diese Zeit so wichtig?

Wie freuen uns auf die Geburt unseres Herrn Jesus Christus, auf den Heiligen Abend und die Weihnachtstage. Und Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Wir gestalten unser Zuhause in dieser Vorfreude festlich, wir stellen Kerzen auf, um der Dunkelheit etwas entgegenzustellen, wir öffnen jeden Tag ein Türchen am Adventskalender als kleine besondere Überraschung auf die Geburt Christi hin.

Aber bereiten wir uns auch selbst vor? Bringen wir auch Licht in unser Innerstes, wo es ja durchaus auch mal dunkel sein kann, wo es traurig zugehen kann und wo wir nicht von Liebe, sondern von Zorn und Wut geleitet werden?

Richten wir unser Herz auch neu aus? Denn gerade dazu lädt der Advent ein! Eine Zeit der Buße, des nach Innenschauens, der Selbstreflexion und Selbsterkenntnis. Und das Besondere, das besonders Schöne, das Einzigartige:

Wir sind dabei von Jesus nicht alleingelassen!

Paulus sagt „Seid wachsam!“, das heißt, seid achtsam mit euch selbst! ER kommt uns entgegen, wenn wir „auf SEINEN Wegen an IHN denken“.

Das Sakrament der Versöhnung ist für mich fast das wichtigste, aber auch das verkannteste Sakrament, dabei ist es doch DIE Lebenszusage des HERRN an uns! ER lässt uns nicht allein, nicht im Stich, und er vergibt uns! Welch ein Versprechen!

Halten wir also in dieser speziellen Zeit einmal inne, hören wir in uns, öffnen wir uns dem HERRN!

Dann, ja dann feiern wir nicht nur die Geburt Jesu an Weihnachten, sondern auch unsere eigene innere Geburt!

Unser Herz kann dann wieder so hell leuchten wie der Adventskranz. Eine schönere und hoffnungsvollere Zusage, ja ein größeres Geschenk unseres HERRN kann es nicht geben!

Euch und Ihnen einen gesegneten Sonntag, eine besinnliche Adventszeit und eine gute Woche

Unterschrift Adam
Kay Adam, Diakon in Ausbildung

Download

Zurück