32. Woche 2022

Liebe Schwestern und Brüder!

Das letzte Ferienwochenende hat begonnen. Am Mittwoch fängt die Schule wieder an, und für viele von uns ist die „schönste Zeit des Jahres“ wieder Geschichte! Was haben wir uns auf diese Zeit gefreut! Nach zwei Jahren Pandemie sind viele von uns wieder einmal weiter weggefahren. Mit dem Auto, mit der Bahn oder dem Flugzeug! Die Anreise war oftmals mit Stress und Ärger verbunden, lange Wartezeiten im Flughafenterminal, überfüllte und verspätete Züge und Staus auf den Autobahnen. Und doch standen wir geduldig da, verärgert zwar, ungehalten, aber wartend, weil ja das Schöne, der Urlaub folgt, und da kann man ja mal was auf sich nehmen.

Denn das Resultat der Warterei ist ja klar: Erholung pur, Sonne, Wanderungen, Lesen und mal „Nix machen“. Die Seele baumeln lassen, raus aus dem Alltag! Und ab Mittwoch: Wieder los, wieder in den Alltagsstress und warten, warten auf den nächsten Urlaub! Und immer die Frage: Wie kann ich mir die Erholung bewahren, konservieren?

Die kürzeste Definition von Religion, so sagt der Theologe Metz, ist UNTERBRECHUNG! Religion und Glauben ist wie Urlaub, eine Unterbrechung des Alltags.

Schaffen wir uns doch eine kleine alltägliche Unterbrechung:

  • Gehen wir mal einfach so in die Kirche und verharren einen kleinen Augenblick in Stille. Die meisten unserer Kirchen sind täglich geöffnet und laden dazu ein.
  • Verharren wir kurz einmal, mitten im Stress, in einem Gebet, nicht lange, nicht mit Zwang, einfach nur mal so.
  • Lassen wir einfach mal ein paar Minuten die Arbeit liegen und schenken unseren Kolleginnen und Kollegen, unserer Familie und unseren Freunden einen „Augenblick“, tun wir uns und unserem Gegenüber was Gutes. Vielleicht essen wir zusammen ein Eis oder trinken bei diesen Temperaturen zusammen ein kühles Getränk.

Unterbrechung, kurz mal raus aus dem Hamsterrad, das ist Religion!

Ich wünsche Ihnen und euch eine gesegnete Woche und viele kleine Urlaube!

Unterschrift Adam
Kay Adam, Diakon in Ausbildung

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