Kann mal jemand kommen? Unser Bad steht unter Wasser!

Mit diesen und anderen kleinen Katastrophen, wurden die 22 Messdienerleiter konfrontiert, als sie sich vom 24. – 26. Oktober 2014 mit 58 Kindern auf das alljährliche Messdienerwochenende, diesmal nach Bonn, begaben.

Es ist Freitag 16 Uhr: Jetzt konnte es also losgehen! Alle Kinder und Leiter saßen abfahrtsbereit im Bus und machten sich auf den Weg in ein abenteuerliches Wochenende.

Nach der verhältnismäßig kurzen Anreise nach Bonn folgte das übliche Procedere: Koffer in den Gemeinschaftsraum, Essen und danach die mit Spannung erwartete Zimmerverteilung. Die Idee die Kinder der einzelnen Gemeinden bei der Zimmeraufteilung zu mischen sorgte hierbei für nicht ganz so viel Chaos und Zoff wie von uns Leitern erwartet. Das anschießende Abendprogramm bestand aus Kennenlernspiele und darauf folgender Nachtwanderung. Trotz einiger Irritationen und Irrwege schafften wir es vollzählig und pünktlich zur Nachtruhe wieder in der Jugendherberge zu sein.

Der Samstag begann schon früh, denn er sollte ja ausgiebig genutzt werden. So krochen sehr müde Leiter und Kinder um 7 Uhr aus dem Bett, um sich beim Frühstück Lunchpakete zu schmieren und danach nach Bonn aufzubrechen. Aber nicht mit dem Bus oder als einfacher Spaziergang-  die Leiter hatten eine Geocaching Tour geplant und warteten an verschiedenen Stationen auf die Kinder, die in zahlreichen Kleingruppen unterwegs waren. Ein paar technische Fragen und orientierungslose Leiter und Kleingruppen später waren nun alle heil in der Innenstadt Bonns angekommen und stärkten sich an den mitgebrachen Lunchpaketen. Das „Lollispiel“, dessen Ziel es ist, einen Lolli stets gegen größere oder wertvollere Gegenstände einzutauschen, bot anschließend Leitern und Kindern die Möglichkeit die Stadt Bonn mit Spaß besser kennenzulernen. Die Sieger des Lollispiels wurden am Abend bekanntgegeben. Eine Quizrunde und ein Abendimpuls bei Kerzenschein rundeten einen sehr schönen Samstag ab.

Damit der Schlafrhythmus der Schulzeit nicht unterbrochen wurde und um die geplanten Unternehmungen des Sonntags schaffen zu können, klingelten die Wecker am nächsten Morgen bereits um 6:30 Uhr. So begaben sich müde Leiter und Kinder zum Frühstück. Doch die Vorfreude überwog bald die Müdigkeit, denn nach Kofferpacken und Zimmerräumen ging es ab in den Bus, der uns nach Königswinter brachte. Dort wurden wir von unserem ehemaliger Pfarrvikar Markus Hoitz und seiner neuen Gemeinde erwartet.

Für große Wiedersehensfreude blieb allerdings wenig Zeit, denn trotz großzügiger Zeitplanung waren wir spät dran und so galt es 71 Menschen möglichst schnell in die mitgebrachten „Messdieneroutfits“ zu stecken, um die Messe mit anschließender Pfarrprozession pünktlich beginnen zu lassen. Nach dieser schönen Messfeier, bei der die Hälfe der Gemeinde St. Judas-Thaddäus in rot-weiß gehüllt zu sein schien, zeigte uns Pfarrer Hoitz das Kloster Heisterbach und weitere Teile seiner Heimat. Nach einem super leckeren und noch dazu gespendetem Mittagessen bei „Heidi“ samt improvisierten Dankeschönlied, das in abgewandelter Form später auch noch unserem Busfahrer „Andi“ zu Gute kam, ging es wieder in Richtung Heimat.

Ich denke ich spreche für alle Leiter und für viele Teilnehmer, wenn ich sage, dass es ein total schönes Wochenende war, das uns allen viel Spaß gemacht hat. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal und über jeden, der mitkommt.

Ach ja: Was aus der Badüberschwemmung wurde? Nicht viel! Dieser Zwischenfall stellte sich im Nachhinein betrachtet eher als kleinere Katastrophe heraus, die Dank des unermüdlichen Einsatzes der Zimmerleiter und weiterer Helfer doch recht schnell behoben werden konnte. Als „DIE Story der Messdienerfahrt 2014“ wird uns dieser Vorfall aber sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben ;). 

Für das Messdienerleiterrunde Lisa Ludwizki (St. Katharina)

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