Sakrale Kunst

gnadenstuhl

Die Ausstattung von Sankt Margareta enthält zahlreiche bedeutende
Werke sakraler Kunst.

Kunsthistorisch sehr bedeutsam ist die Ausmalung der Apsis aus der
Zeit der Erbauung. Im Gewölbezentrum ist die Dreifaltigkeit Gottes in
Form des “Gnadenstuhls” zu sehen: Der thronende Gottvater hält vor
sich den gekreuzigten Christus, zwischen beiden die Taube als Symbol
des Heiligen Geistes, gerahmt von den vier Evangelisten. Der
“Gerresheimer Gnadenstuhl” gilt als der früheste in der deutschen
Monumentalmalerei.

Ottonisches Kruzifix

tl_files/images/margareta/OttonischesKruzifix_bearb.jpg  Noch aus dem Vorgängerbau stammt der überlebensgroße Kruzifixus
  über dem Altar. Das über zwei Meter hohe Bildwerk dürfte um 960
  gefertigt worden sein und zeigt noch heute Reste der ursprünglichen
  Bemalung. Auffallend sind die geringe Modellierung des Körpers und die
  weichen Züge des Antlitzes.

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Glasmalerei

tl_files/images/margareta/Fenster_Margareta_internet.JPG   Über die historische Verglasung der Stiftskirche ist nichts bekannt.
   Die Neuverglasung in den fünfziger Jahren, mit der Hermann Gottfried
   beauftragt wurde, orientiert sich an noch erhaltenen Fenstern von
   Kirchen, die etwa zur gleichen Zeit im Rheinland erbaut wurden. Auf
   den Vorschlag von Prof. Schnitzler, Köln, entschied man sich, den Kanon
   der römischen Messe abzubilden, ein Thema, das auch einen deutlichen
   Bezug auf den Gnadenstuhl im Gewölbe der Apsis hat.

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Kirchenschatz

St. Margareta verfügt über beeindruckende mittelalterliche Kunstwerke, die zukünftig
in einer eigenen Schatzkammer ausgestellt werden. Dazu zählen eine gotische
Schaumonstranz, die Blutreliquie, ein Reliqiar der hl. Katharina und ein kleiner
Reliqienschrein mit Email-Einlegearbeiten. Prunkstück wird ein Evangeliar aus der Zeit vor
1052 mit ottonischer Buchmalerei sein. Die Schatzkammer wird unter der Schirmherrschaft
des Düsseldorfer Galeristen Hans Paffrath in der ehemaligen Taufkapelle eingerichtet.
Die Bürgerstiftung Gerricus sammelt Spenden für dieses Projekt. 

Bericht der WDR-Lokalzeit vom 29.08.2011

 

Literatur


M. Bunte, Gedichte sind gemalte Fensterscheiben, Nachbarn

F. Hofmann, Das Münster 1, 1982, S.1 ff.

W. Terboven, Gerresheim und seine Basilika, S. 196 ff.