Margareta von Antiochien

margareta

Margareta (griech.: die Perle) - in der Ostkirche ist Marina der gebräuchliche Name - ist eine legendäre Märtyrerin. Sie soll um das Jahr 300 in Antiochia in der heutigen Türkei gelebt haben. Über ihr Leben und Martyrium gibt es verschiedene Überlieferungen. Gemein ist diesen Traditionen, dass sich Margareta den Nachstellungen des römischen Stadtpräfekten erwehren musste. Als sie sich weigerte, seine Frau zu werden und ihrem Glauben zu entsagen, wurde sie öffentlich gefoltert, wobei Margareta unverletzt blieb und freimütig ihren Glauben bekannte. Das Volk war von diesen Wundern dermaßen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christengott bekannten. Margareta wurde daraufhin in den Kerker geworfen, wo Gefahren anderer Art auf sie warteten: dämonische Versuchungen, Teufelserscheinungen, wie sie auch der heilige Antonius zu erleiden hatte. Ein ins Verließ geschmuggeltes Kreuz und der starke Glaube halfen ihr jedoch standhaft zu bleiben. Dafür bezahlte sie mit dem Tod durch Enthauptung. Kurz vor ihrem Tode verspracht sie allen, die sie  in der Todesstunde anrufen werden, Befreiung vom und Sieg über den Versucher. 

Seit frühester Zeit ist die ununterbrochene Verehrung der heiligen Margareta im griechischen Orient, vor allem in Alexandrien und Antiochien nachgewiesen. Seit dem 5. Jahrhundert hat Margareta dort ihr Fest am 17. Juli. Für den Westen wurde ihr Namen in Litaneien ab dem 7. Jahrhundert nachgewiesen, Verehrung genoss sie bei den Langobarden. In Leyden ist ihr seit 966 eine Pfarrkirche geweiht. Ihr Leichnam wurde 908 von Antiochien nach Italien überführt, zunächst nach S. Pietro della Valle am Lago Bolsena, 1145 fand er seine endgültige Kultstätte in Montefiascone. Bedeutende Reliquien gelangen von dort 1213 nach Venedig.

Margareta war eine der "Stimmen", von denen Jeanne d'Arc geführt wurde. Mit Barbara und Katharina von Alexandria gehört sie zu den beliebten Nothelferinnen; zusammen mit Dorothea sind sie die vier "Virgines capitales", "die wichtigsten Jungfrauen". Für Bauern begann am Margaretentag früher die Ernte.

Gedenktag: 20. Juli


Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon, Biographisch-Biliographisches Kirchenlexikon