Caritas St. Ursula

Elisabeth-Konferenz - Tue Gutes, Praktizierte Nächstenliebe

Die Elisabeth-Konferenz existiert in der Gemeinde St. Ursula schon seit 1948; der genaue Gründungstag ist der 19. Juli 1948. Vor einigen Jahren wurden Caritas-Sammlungen im Stadtteil durchgeführt und bis vor einem Jahr, wenn auch in geringem Maße, Lebensmittelpakete zu Ostern und Weihnachten an Bedürftige verteilt.

Ganz besonders hervorzuheben ist der Einsatz von der leider zwischenzeitlich verstorbenen Frau Kreitlow, die sich in den vergangenen Jahrzehnten ganz besonders bemühte. Sie kümmerte sich in der schweren Zeit um die Spätaussiedler, die im Aussiedler-Heim an der Sulzbachstraße lebten. Nicht nur mit Lebensmitteln für die Familien, hier insbesondere für die Kinder (Obstspenden, Süßigkeiten etc.) sondern auch insofern, als sie die Menschen zu Behörden und Ämtern begleitet hat um Lebenssituationen entscheidend zu verbessern.

In der heutigen Zeit ist ein evtl. notwendiger Bedarf nicht unbedingt sichtbar, so dass sich der Einsatz der derzeitigen Mitglieder nur noch auf den Besuchsdienst zu Geburtstagen beschränkt. Obwohl gerade dieser Besuchsdienst für manch' älteren Menschen sehr wichtig ist, da es durchaus vorkommt, dass teilweise seit Tagen nicht mehr kommuniziert wurde oder aber überhaupt ein Mensch sich um die älteren Herrschaften kümmert oder gekümmert hat. In diesem Zusammenhang geht es auch nicht um materielle Hilfe - das mitgebrachte Geschenk ist lediglich eine Geste -, sondern vielmehr um menschliche Zuwendung. Es ist keine Seltenheit, dass dem Besucher in einer sehr kurzen Zeit der gesamte bisherige Lebensweg oder aber die derzeitige, mitunter schwierige Lebenssituation erzählt wird. Natürlich ist nicht jeder Besuch von dieser Problematik betroffen; es gibt auch viele ältere Gemeindemitglieder die "topfit" sind und sich die Gespräche über "Gott und die Welt" drehen.

Aber selbst diese schöne Aufgabe ist gefährdet. Da es sich als sehr schwierig gestaltet Ehrenamtliche der Gemeinde für diese Tätigkeit zu gewinnen wird es mittel- bis langfristig, wegen Überalterung der derzeitigen Mitglieder dazu kommen, dass es keine Elisabeth-Konferenz und somit keine Besuchsdienste mehr gibt.

Vinzenzkonferenz - Begegnen und Helfen

Hilfe, die ausschließlich spontan geschieht, kommt bald an ihre Grenze. Vinzenz-Konferenzen regeln daher ihre praktischen Dienste u.a. nach folgenden Prinzipien:

  • zu den Armen gehen, nicht abwarten, bis Arme zu den Helfern kommen
  • immer die direkte Begegnung zwischen Helfenden und Hilfesuchenden anstreben
  • möglichst keine unpersönlichen Angebote der Unterstützung machen
  • helfen, nicht moralisch belehren oder verurteilen
  • die eigene Person einbringen

Diese Merkmale vinzentinischen Konferenzlebens und vinzentinischer Handlungspraxis haben sich in langer Erfahrung bewährt. Sie stehen im Dienst vinzentinischer Lebensorientierung, die Jesus Christus in seiner Liebe zu Gott und den Menschen nachzuahmen sucht, gemäß dem Wort Jesu Christi: "Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist" (Lk 6,36)